Herzlich willkommen bei Mundvoll bitte

Ein paar einleitende Worte zur Aktion.

Schön, dass du auf unsere Seite gefunden hast und dich über die Aktion informieren möchtest. Mundvoll bitte soll eine Möglichkeit bieten Mitmenschen einzuladen, die sich Getränk und Mahlzeit sonst nicht leisten könnten. Um unsere Motivation näher zu erläutern, möchten wir mit einer persönlichen Geschichte beginnen.

Von Felix Beirau:
Ich traf mich mit Jochen (Name geändert), einem 53-jährigen ehemaligen Hausmeister mit einer Vorliebe für Haribo Colorado. Er lebt seit über vier Jahren ohne Papiere auf der Straße. Er selbst findet den Umgang mit Zurückweisung und dem Fehlen von Zwischenmenschlichem am Schwierigsten. Als ich ihn erneut besuchte, befand sich in meinem Rucksack eine Wasserflasche und eine Portion Spaghetti Bolognese mit frischem Basilikum vom heimischen Balkon, über welche er sich sehr gefreut hat! »Wenn, dann mit Stil!«, sagte er den Basilikum zupfend. »Das Geheimnis ist das Anrichten. Diese kleinen Dinge sind manchmal alles was wir haben«.

In einem vorangegangenen Selbstversuch fand ich schnell heraus, dass das Hunger- und Durstgefühl sehr dominant werden und sich komplett auf die eigene Stimmung und Wahrnehmung auswirken. – Dies war ein Grund, mich eingehender mit der Thematik der Verpflegung auseinander zu setzen. Am Ende entstand Mundvoll bitte.


Und dies könnte dein Beitrag sein:

Durch die Aktion kannst du bei deinem üblichen Kauf in einer Bäckerei, einem Café oder dem Dönerladen nebenan einem Mitmenschen etwas Gutes tun. Dies geschieht in Form eines Gutscheins, welchen du in einem der teilnehmenden Läden erwerben und einem Mitmenschen überreichen oder auch im Laden hinterlegen lassen kannst. Zudem macht eine persönlich geschriebene Nachricht das Einlösen noch ein wenig wärmer.

Meinungen zu den Gründen für Obdachlosigkeit

Nach einer Befragung aus dem Jahre 2010.

51%
Job- & Perspektivlosigkeit
48%
Abhängigkeit
20%
Fehlender Zugang zu Sozialleistungen

In Deutschland wurden 1.577 Personen vom 27.08.2010 bis 12.09.2010 von TNS Infratest befragt. Es waren maximal drei Mehrfachnennungen möglich.
© Statista 2015. Quelle: European Comission.

Fast die Hälfte der Befragten gab an, dass Abhängigkeit eine Hauptursache für die Obdachlosigkeit sei. Dies deckt sich mit vielen Meinungen aus unserem Umfeld; Dass Geld aufgrund einer vermuteten Sucht oftmals nicht gegeben wird. – Sachspenden in Form unserer Gutscheine für Speisen und Getränke könnten somit zumindest dieses Bedenken nehmen und für eine gezieltere Spende sorgen.

Teilnehmende Läden

Wer, wo, warum? Eine Übersicht.

Wenn du eine Lokalität kennst die bei der Aktion teilnehmen würde, dann schreibe uns doch gerne eine E-Mail.

Weltempfänger Hostel – Venloer Straße 196, 50823 Köln
»Offenheit und eine freundliche Grundeinstellung sind uns sehr wichtig, deshalb unterstützen wir die Aktion gerne.«

Kaffeebud Ehrenfeld – Glasstraße 62, 50823 Köln
»Tolle Sache, die Mundvoll bitte!«

Bürgerschaftshaus Bocklemünd – Görlinger-Zentrum 11–15, 50829 Köln
»Die ›Mundvoll-Bitte‹ ist ein super Idee. Pro spendiertem Mittagstisch geben wir ein Kaffee gratis dazu.«

Was du tun kannst

Verschenke ein Lächeln in vier Schritten.

1. Bestelle wie gewohnt in einem der teilnehmenden Läden und frage zusätzlich nach Mundvoll bitte.

2. Du nennst einen Spendenbetrag und erhältst einen Gutschein, den du mitnehmen und persönlich überreichen oder im Laden zum Abholen hinterlegen lassen kannst.

3. Spendiere somit jemandem Getränk und Mahlzeit, die er sich sonst nicht leisten könnte.

4. Einer deiner Mitmenschen freut sich über deine Einladung und die netten Worte.

Auf diese Weise kommen Sachspenden sichtbar und lokal an. Was und wann verzehrt wird, entscheidet zudem jeder für sich.

Verfolge unsere Aktion doch auch auf Facebook:

Impressum

Menschen und Helfer hinter der Aktion.

Mundvoll bitte
Felix Beirau
Kolibriweg 1
50829 Köln
+49 221.29 850 608
hallo@mundvoll-bitte.de

FotografieFabian Uhl
CodingMarco Damm
Druckprinteam